Lebensversicherung wechseln – Warum das außer Spesen nichts bringt

Lebensversicherung wechseln, war für mich früher eine sinnvolle Sache. Damals habe ich meine Lebensversicherung gekündigt und dafür eine andere abgeschlossen. Die Beispielrechnung der neuen Lebensversicherung zeigte mir, dass ich den Kündigungsverlust locker wieder herausholen kann. Erst Jahre später verstand ich, dass dieser Wechsel nur eine Hoffnung war, die unerfüllt blieb.

Diese Situation ist viele Jahre her. Damals war ich selbst noch in der Finanzdienstleistung als Vermittler tätig und glaubte, das Wissen mit Löffeln gefressen zu haben. Meine Ausbildung als Bankkaufmann und die Produktschulungen der Versicherungsgesellschaften sollten mich gut auf meine Tätigkeit vorbereitet haben. So glaubte ich es damals.

Das Internet gab es damals noch nicht. Informationen holte ich mir aus der Fachpresse und natürlich von den Produktanbietern. Ich beschäftigte mich mit der Beratungssoftware und rechnete für mich Szenarien durch. Am Ende stand für mich fest, dass die Verträge, die ich damals während meiner Ausbildung schon abschloss, nicht besonders gut waren, und entschied mich für einen Wechsel.

Ich wollte meine Lebensversicherung wechseln. Ich wollte einen mittelmäßigen Tarif gegen einen Spitzentarif tauschen. Und meine Datengrundlage war ausschließlich die Beratungssoftware, die mir die Anbieter zur Verfügung stellten.

Wenige Jahre später flammte ein neuer Trend auf. Die Fondsgebundene Lebensversicherung war nun der Spitzenreiter. Die Renditen wären im Vergleich zur Kapitallebensversicherung viel höher, so hieß es. Also wollte ich abermals meine Lebensversicherung wechseln. Es konnte schließlich immer nur besser werden. Ich war noch jung und hatte viel Zeit.

Nun war ich stolzer Besitzer einer Fondspolice und war mit meiner Entscheidung zufrieden, ich Narr!

Damals glaubte ich fest an die edlen Motive der Anbieter. Ich war davon überzeugt, dass die private Zusatzvorsorge mit einer Lebensversicherung viel besser sei, als in die staatliche Rente einzuzahlen. Der demografische Wandel war mir bereits bewusst; immer mehr Rentner müssen von weniger Beitragszahlern versorgt werden. Das konnte nicht gut enden. Schließlich sank auch damals schon das Rentenniveau kontinuierlich und die Rente musste auch damals schon durch Steuergelder quersubventioniert werden.

Jeder Wechsel kostete mich Geld. Ein Vertrag mit damals 100 DM Beitrag über 35 Jahre kostete gute 2.500 DM Abschlusskosten. Die wurden als Minussaldo in den Vertrag gebucht und mussten erstmal abbezahlt werden. Ich habe damals sehr viel Lehrgeld zahlen müssen, bis ich begriff, dass ich mit Lebensversicherungen keinen Blumentopf gewinnen konnte. Und ich weiß, dass ich mit dieser Erfahrung nicht alleinstehe. Viele mussten so eine Erfahrung machen.

Besonders frustrierend war für mich, dass ich damals felsenfest davon überzeugt war, dass ich mich sehr gut auskenne. Doch letztendlich war ich nur ein nützlicher Idiot für die Gesellschaften.

Lebensversicherung wechseln, bringt nichts. Lebensversicherungen abschließen, bringt nichts. Diese Produktkreationen saugen nur das sauer verdiente Geld der Versicherten ab. Einen Mehrwert bringen diese Verträge nicht. Und das gilt auch für die geförderten Angebote wie Riester-Rente oder Basis-Rente.

Diese Verträge sind nur teuer und das Wichtigste, sie sind nur Papier – als Versprechen. Ich erkannte damals, dass Papier auf lange Sicht keinen Mehrwert bringt. Den bringen nur echte Werte. Vor Jahren begann ich mich im Edelmetallsektor zu engagieren. Zinsen gibt es da nicht. Aber das war mir egal und ist es heute noch. Mir reicht es völlig, wenn die Kaufkraft meines Geldes erhalten bleibt. Und das erreiche ich nur über Sachwerte, in meinem Fall Edelmetalle.

Die Jagd nach der höchsten Rendite bringt immer ein entsprechendes Risiko mit sich. Es ist mir einfach zu stressig. Rendite kann ich auch mit Edelmetallen erzielen, wenn ich strategisch vorgehe. Die Gewinne sind nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei.

Damit haben Edelmetalle auch steuerlich gegenüber Papieren die Nase vorn. Es hat viele Jahre gedauert, bis ich diese Erkenntnisse gewann. Wenn Du das hier liest, kannst Du diesen Erkenntnisprozess verkürzen und die Fehler, die ich machte, vermeiden.

Vielleicht lohnt sich ein Verkauf mit der Aussicht auf einen stattlichen Mehrerlös. Du kannst das gern hier prüfen lassen:

Bildrechte: Michael Sielmon

Quelle: solide-werte.de

Schreibe einen Kommentar