Die Lebensversicherung läuft schlecht – so trennst Du Dich am besten

Die Lebensversicherung läuft schlecht und Du denkst darüber nach, wie Du Dich möglichst verlustfrei davon trennst? Dann wird Dir dieser Beitrag helfen. Die Lebensversicherung ist ein Marketinggigant. Seit Jahrzehnten wird von den Versicherern, der Politik und sogar von einigen Verbrauchern das Narrativ bedient, eine Lebensversicherung würde zur Alterssicherung beitragen. Doch in diese großen Schuhe hat dieses Produkt nie gepasst.

Zunächst müssen wir verstehen, dass eine Lebens- oder Rentenversicherung kein Sparprodukt ist. Wie der Name schon sagt, es ist eine Versicherung. Und das bedeutet, es geht um das Geschäft mit Wahrscheinlichkeiten. Die Lebensversicherung wettet darauf, dass die Versicherten möglichst lange leben. Die Rentenversicherung wettet darauf, dass die Versicherten möglichst schnell sterben. In beiden Fällen würde dann die entsprechende Versicherung die Wette gewinnen.

Deshalb kann man auch nicht einfach hochrechnen, was man einzahlt und das in Relation zu dem setzen, was man rausbekommt. Wenn man das nämlich tut, kommt man sehr schnell zur Erkenntnis: Die Lebensversicherung läuft schlecht!

Das war nie anders. Man könnte denken, dass es damals besser wer, als die Lebensversicherung noch 4 Prozent Garantiezins versprach und mit Überschussbeteiligung nah an die 7 Prozent heranreichte. Doch diese Verzinsungen sind Augenwischerei. Vielleicht bist Du stolzer Besitzer eines Vertrages mit 3 Prozent Garantiezins und freust Dich wie Bolle, dass Du mehr Zinsen bekommst, als der gesamte Markt heute hergibt. Die Frage ist worauf Du Deine Zinsen bekommst. Da gibt es nämlich noch Dinge von Deinem Monatsbeitrag zu bezahlen, die Du vielleicht nicht auf dem Schirm hast.

Kosten in der Lebensversicherung

Die Lebensversicherung läuft schlecht, weil sie teuer ist. Diese alten Verträge mit 3 oder 4 Prozent Garantiezins hatten eine andere Kostenstruktur als heutige Verträge. Die Kostenquoten konnten sich sehen lassen. Sie reichten bei den Abschlusskosten von 1 Prozent bis zu stolzen 66,4 Prozent (!). Und bei den laufenden Kosten lang man zwischen 1,6 und 11,1 Prozent. Wenn wir vorsichtig bei den Kostenquoten 20 Prozent Abschlusskosten und 6 Prozent laufenden Kosten kalkulieren, was einen großen Marktanteil widerspiegelte, haben wir schon einen sportlichen Abschlag vom Monatsbeitrag abzurechnen.

Dann gibt es noch die Risikokosten, also der Beitragsanteil, der für Todesfallschutz, Zahlung bis zum Rentenendalter, Berufsunfähigkeit etc. anfällt. Es ist kein Geheimnis, dass sich die Versicherer die abzudeckenden Risiken gut bezahlen lassen. Sie kalkulieren übervorsichtig, denn sie wollen nicht draufzahlen.

Informiere Dich über Deinen aktuellen Vertragswert

Du kannst davon ausgehen, dass je nach Kostenquote nur 80 bis 50 Prozent Deines Monatsbeitrages bei so einem alten Vertrag in den Sparanteil wandert. Das wird dann mit 3 oder 4 Prozent verzinst. Von 100 Euro Monatsbeitrag werden also unter dem Strich nur 80 bis 50 Euro verzinst. Und in den ersten Jahren hast Du erstmal die Abschlussprovision abgetragen, die als Negativsaldo in Dein Versicherungskonto eingebucht wurde. Das heißt, Du hast die wichtigsten Jahre verloren.

Doch der wichtigste Aspekt, der der diese Produktform völlig als unbrauchbar entlarvt, ist die Inflation. Die Lebensversicherung läuft schlecht, weil es ein Geldwert ist. Lebensversicherungen garantieren Dir nur Nominalwerte, keine Kaufkraft. Erinnere Dich an den Tag Deines Abschlusses, wie hoch Dir die versprochene Ablaufleistung erschien. Setze diese Zahl heute mal in Relation zu den aktuellen Löhnen und Preisen. Dann verstehst Du, was ich meine.
Fordere mal den aktuellen Vertragswert an. Summiere auf, wieviel Geld Du bis heute eingezahlt hast und setze beide Werte in Relation. Wenn Du mit dem, was Du da ermittelst zufrieden bist, Glückwunsch! Wenn nicht, pass jetzt gut auf:

Die Lebensversicherung läuft schlecht, deshalb darf sie legaler Betrug genannt werden

Die Kapital-Lebensversicherung darf offiziell seit den 1980er Jahren als „Legaler Betrug“ bezeichnet werden (Urteil LG Hamburg, Az 74 047/83). Wenn ein Gericht das offiziell bestätigt, muss man wohl kaum noch Worte darüber verlieren.

Derzeit gibt es zahlreiche Urteile, die die Rückabwicklung von Lebensversicherungen ermöglichen. Leider kann man aber nicht seinen Vertrag selbst unter Berufung auf eines dieser Urteile einfach kündigen und hoffen, dass die Gesellschaft mitspielt. Es kommt immer zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung und darauf haben nur sehr wenige Menschen Bock.

Aber es gibt eine Alternative. Lass Deinen Vertrag unverbindlich prüfen. Wenn er bestimmte Kriterien erfüllt und der Rechtsweg vielversprechend ist, kannst Du die gerichtliche Auseinandersetzung anderen überlassen. Der erstrittene Vertragswert wird dann bei Erfolg geteilt.

Du verkaufst also Deinen Vertrag, erhältst schon bei verkauf mehr als den Rückkaufswert. Und wenn später noch ein Mehrerlös erstritten wird, bekommst Du Deinen Anteil ab. Klingt das für Dich fair? Dann kannst Du es hier versuchen:

Die Lebensversicherung läuft schlecht

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Bildrechte: Bernd Liebl, Magdeburg

Quelle: solide-werte.de

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